ASV Ulmtal e.V. Greifenstein

        

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ASV-Ulmtal e.V. - Die Seiten für die Jungfischer

Zweites Angelcamp für Jungfischer
14. - 16.07.2006 - Teichanlage "Grube Rassel"

Bericht von Michael Michel
Bilder von Michael Michel, Ralf Glaser, Harald Heuser


Vom 14. bis 16. Juli 2006 fand an unserer Vereinsanlage „Grube Rassel“ das 2. Angelcamp für Jungfischer statt. 15 Jungfischer nahmen am diesjährigen Camp teil, wobei die Betreuer teils wechselten, teils aber auch das ganze Wochenende am Gewässer verbrachten. Das Gros der Betreuermannschaft war mit der des letzten Jahres identisch.

Der Wettergott hatte es auch diesmal wieder sehr gut mit uns gemeint, bei absolut tollem Sommerwetter, mit einer leichten Briese Ostwind, starteten wir ins Wochenende. Die hohen Temperaturen und die trockene Ostluft hatten einen angenehmen Nebeneffekt: es gab fast keine Mücken und man konnte in Ruhe angeln, sitzen und klönen.


Vor dem Startschuss mit Einsatz- und Lagebesprechung wurden, wie auch im vergangenen Jahr, erst mal die Zelte aufgebaut und die Angeln klar gemacht.



Die meisten Kinder kannten sich bereits vom Vorjahr und haben sich mittlerweile auch näher miteinander bekannt gemacht oder sogar angefreundet. Bei der diesjährigen Veranstaltung wurde die Altersgrenze bei 16 Jahren festgelegt, für die über 16-jährigen ist Mitte September eine Kanutour auf der Lahn vorgesehen.



Nachdem die Einsatzleitung, bestehend aus Thomas Keul und Dirk Hemann, die Marschrute festgelegt hatte, kam unser Einsatzkoch Michael Michel wieder ins Spiel. Sein "Schweden-Fackel-Ofen" steht schon einsatzbereit vor der Hütte.



Die Jungfischer verteilten sich auf die verschiedenen Uferabschnitte und legten gleich los. Einige hatten es auf Zander, andere auf Karpfen und wieder andere auch auf Aal und Forellen abgesehen.



Dirk und Michael hatten am Mittwoch vorher einen ganzen PKW-Anhänger Schwedenfackeln hergestellt und zur Hütte transportiert. Eine stimmungsvolle Beleuchtung rund um den großen Weiher war für die beiden Nächte gesichert. Eine besonders dicke Fackel hatte Michael wieder für die traditionelle Eierpfanne reserviert.



Ganz blauäugig waren wir erst mal davon ausgegangen, dass 40 Eier und zwei Ringe Mettwurst, gepaart mit gedünsteten Zwiebeln für alle reichen müssten. Weit gefehlt..... Harald musste nochmal starten um weitere 30 Eier und eine Schüssel Dörrfleisch zu organisieren. Michaela schnippelte wieder die Zwiebeln, rührte die Eier, neue Fackel unter die Pfanne..... Eierpfanne zweiter Teil.



Als dann endlich alle satt waren, konnte man sich dem eigentlichen Grund der Anwesenheit zuwenden: angeln.



Die Kinder hatten zwar alle ihre Köder ausgelegt, zunächst stand aber offensichtlich der Nachrichtenaustausch im Vordergrund. Das war auch nicht weiter schlimm, da sich die Fischattacken auf die Köder in Grenzen hielten.



Schattiges Plätzchen unter Bäumen, sich bequem auf der Karpfenliege "lümmeln", so ist das Leben für Tobias Fiedler und Kevin Briese zu ertragen.



Stockbrot am Lagerfeuer rösten. Dieser kurzweiligen Beschäftigung gingen fast alle Camp-Teilnehmer nach. Für genügend Teigvorrat hatte Petra Bier gesorgt, wie man sieht wurde die Quälität auch von der eigenen Familie getestet. Walter und Victoria haben ihn für sehr gut befunden.



Julien Michel hatte dann doch noch "Anglerglück", erst eine Schleie und dann noch eine Brasse.



Kurz nach Mitternacht gingen dann auch bei den meisten Jugendlichen die Lichter aus, die Betreuer saßen teils noch in geselliger Runde beisammen.



Einige Jugendliche hatten, zusammen mit Betreuer Thomas Keul, ihre Zelte auf dem Damm aufgestellt.



Am Samstagmorgen starteten wir dann mit der gesamten Meute in Richtung Dierdorf auf dem Westerwald. Hier war von den Gewässerwarten eine Besichtigung bei unserem „Hauptfischlieferanten“, der Firma Meissel, organisiert worden.



Christoph Weyand, der Chef der Anlage, informierte uns umfassend über Herkunft, Aufzucht, Fütterung, Hege und Pflege seiner Besatzfische. Hier konnten wir auch Exoten bewundern, so genannte „Trophäenfische“. Hierbei handelt es sich zum Beispiel um Störe, die an Angelparks verkauft werden, um reichen Leuten den Fang eines meterlangen Fisches zu ermöglichen. So ein Fischchen kann dann auch mal locker 600 € kosten. Na ja, wer hat, der hat!



Herr Weyand züchtet und verkauft aber auch Zierfische wie Koi Karpfen und andere Kaltwasserfische für Gartenteiche. Nach der informativen Führung durch die Teichanlage lud er uns noch zu einem stilgerechten Mittagessen in Form von frisch geräucherten Forellen mit Kartoffelsalat ein. Auch gegen den Durst kämpfte er bei nach wie vor hochsommerlichen Temperaturen mit ausreichend gekühlten Getränken an. Das ganze "ASV-Team" sagt herzlich Danke für die Gastfreundschaft!



Gegen 13:00 Uhr trat die ASV-Karawane dann die Heimreise an, um gegen 14:00 Uhr wieder auf der Rassel anzukommen. Vorher aber schnell noch ein „Gruppenbild mit Dame“!



Am Samstagabend gab es dann von Dirk frisch gebratenes Gyros, „Hausmacher Herstellung“ von unserem Beilsteiner Landmetzger Joachim Grün.



Das Gyros mit Fladenbrot schmeckt kann man an den Gesichtern der Kinder ablesen. Der Abend neigte sich beim „Würmer baden“ dann dem Ende zu. Die Jungs und Mädels waren auf Grund der Hitze ziemlich platt und auch ein mäßiger Fang unterstützte eine gewisse „Angler Lethargie“.



Ein Highlight in dieser Nacht war ein von Waldemar Hartwig gefangener Zander von 73 cm Länge und 3,5 kg Gewicht. Dieses Ereignis dürfte aber den meisten Jungfischern um 1:30 Uhr entgangen sein. Na sei´s ´drum, den konnte man ja am nächsten Morgen noch im Kühlschrank bewundern.



Böse Zungen behaupten, dieser Zander sei gar nicht in der Nacht gefangen worden, den hätten die Protagonisten tags zuvor bereits in den Kühlschrank gelegt. So ist das halt mit dem Angler-Latein!

Ergebnis und Wertung: Klasse Veranstaltung, super organisiert, keine Verletzten, keine Verluste, nächstes Jahr gibt’s hoffentlich die 3. Auflage.

Einen ganz herzlichen Dank an alle Helfer ud Angelcamp-Sponsoren!



...noch jede Menge Bilder vom Angelcamp  


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