ASV Ulmtal e.V. Greifenstein

        

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Wo stehen die Hechte?
(Hecht, NN)

Hechte jagen bevorzugt im Schatten oder zumindest aus dem Schatten (Deckung) heraus. Bei Sonnenschein und klarem Wasser ducken sie sich ins Kraut oder sie stehen unter Schatten spendenden Seerosenblättern oder Ästen. Sie kommen erst gegen Abend und im Morgengrauen aus ihren Verstecken, nachts gehen sie auf Tauchstation. Bei trübem Wetter und Wasser sind die Hechte dagegen ganztägig aktiv.

Hechte stehen gern unter Kanten und warten auf Fische, die vom Flachen ins tiefe Wasser wandern. Deshalb möglichst den Köder vom Flachen ins tiefe Wasser ziehen und nicht umgekehrt.

Im Hochsommer, wenn das Wasser zu warm ist, stehen die Hechte tagsüber tief (über der Sprungschicht, meist 3-4 Meter) und kommen erst bei Einbruch der Dämmerung zum Rauben ins flachere, etwa 1 bis 2 Meter tiefe Wasser. Auch im Winter, wenn das Wasser kalt ist, stehen die Hechte meist tief. Ansonsten stehen sie meist im Mittelwasser und rauben zur Oberfläche hin.

Ausnahme 1: Die alten Rogner stehen in der Regel tiefer (bis 8-9 Meter Tiefe) als die Milchner und sind weniger beweglich als diese.

Ausnahme 2: Manche Hechte stehen in der Frühsonne unmittelbar unter der Wasseroberfläche, um sich aufzuwärmen.

Wenn in einem See bei starkem Wind die Wellen im Uferbereich Sand und Schlamm aufwirbeln und dadurch das Wasser dort trüb ist, ziehen die Hechte so weit vom Ufer weg, bis das Wasser klarer wird.

Während und nach der Laichzeit (März bis Mitte Juni, sobald das Wasser mehr als 6°C warm ist) sind die Hechte am Aktivsten, sie ziehen dann unruhig umher und fressen in diesem Zeitraum die Hälfte der jährlichen Nahrung. Im Sommer werden die Hechte ruhiger, jetzt schwimmt ihnen ja genug Futter direkt vor die Schnauze. Mit dem ersten Frost frisst sich der Hecht seinen Winterspeck an und bleibt ab November meist an seinem Standort.

Bei Hochwasser stehen die Hechte an ruhigen Stellen. Hier benutzt man einen toten Köderfisch, den man im Zeitlupentempo über den Grund zieht.

Einige wichtige Grundregeln:

An ruhigen, windstillen Tagen und bei klarem Wasser sollte man bevorzugt in der Dämmerung die Ränder von Unterwasserhindernissen, Krautfeldern, Scharkanten, Stegen oder schattigen Uferböschungen absuchen.

Bei leichtem Wind sind die Chancen besser als bei ruhigem Wasser.

Bei Hechten, die noch nie beangelt wurden sind Kunstköder fängiger. In stark befischten Gewässern dagegen meiden die Hechte Kunstköder und bevorzugen Naturköder.

Beim Bootsangeln sollte man das Boot nicht über die Unterstände hinweg sondern daran vorbei treiben lassen, sonst könnten die Hechte aufgeschreckt werden und flüchten.

Befischt man mehrmals hintereinander die selbe Stelle so sollte man öfter den Köder wechseln.

Bei tief stehender Sonne ist es zwar unbequem, gegen die Sonne zu angeln, aber der Hecht wird dabei nicht geblendet und kann den Köder besser sehen.

Falls der Hecht unter das Boot zieht, muss die Rutenspitze sofort ins Wasser, sonst macht es "knacks" und die Rute war einmal.

Beim Drill hält man die Rute nicht in Richtung des Fischs sondern immer um 90° versetzt. So zwingt man den Fisch auf eine Kurvenbahn und ermüdet ihn schneller.

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