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Karpfen - wo und wann beißt er am Besten
(Karpfen, NN)

Karpfen beißen am Besten bei starkem Wind, weil dann das Wasser durchmischt wird und sauerstoffreicher ist, das kurbelt den Stoffwechsel und damit auch den Appetit der Karpfen an. Bei sehr kaltem Wind ziehen sich die Karpfen aber an windgeschützte Stellen zurück.

Im Winter ist der Stoffwechsel der Karpfen stark eingeschränkt, sie beißen dann, wenn überhaupt noch, sehr vorsichtig. Deshalb darf man im Winter nur sehr wenig anfüttern. In der kalten Jahreszeit ziehen sich die Karpfen in tiefere Wasser zurück: In 1,5-3 m tiefem Wasser überwintern die Karpfen an den tiefsten Stellen, in tieferen Gewässern halten sich die Karpfen im allgemeinen zwischen 8 und 12 m Tiefe auf.

Wichtiger als die Tiefe ist die versteckreiche Struktur des Gewässerbodens. In der kalten Jahreszeit und in den Ruhephasen stehen die Karpfen gern im Kraut, zwischen Wurzeln, unter umgestürzten Bäumen, an Pfählen und im Schilf, jedoch ungern in tiefen Löchern. Deshalb sollte man den Köder unmittelbar davor präsentieren.

Wenn nach dem Neumond die Nächte heller werden, ziehen die Karpfen immer weiter in die Flachwasserbereiche, nach dem Vollmond ziehen sie wieder ins tiefere Wasser. Das Alles trifft auch bei bedecktem Himmel zu, jedoch nicht, wenn der Mond tagsüber am Himmel steht.

Die beste Beißzeit im Sommer sind die zweite Nachthälfte und die Morgendämmerung, im Winter dagegen der Nachmittag und die Abenddämmerung. Dies ist jedoch nur eine sehr allgemeine Regel.

Entscheidend für das Beißverhalten der Karpfen ist auch die Temperatur des Gewässers (mit einem Thermometer in ca. 1 m Tiefe messen): Zwischen Januar und April angelt man bevorzugt in flachen Gewässern, die sich nach einigen warmen Tagen schnell erwärmen. Wenn im Frühjahr die Wassertemperatur über 14 °C steigt beißen die Karpfen kaum noch, sie bereiten sich jetzt aufs Laichen vor. Verzögert kaltes Wetter das Ablaichen, so geraten die Karpfen in eine passive Wartephase. Ab 18 °C laichen die Karpfen zwischen Ende Mai und Ende Juni.

Nach der Laichzeit beißen die Karpfen wieder gut bis zu einer Wassertemperatur von etwa 25 °C. Wird das Wasser wärmer, so beißen die Karpfen kaum noch. Wenn im Herbst die Wassertemperatur sinkt beißen die Karpfen wieder gut. Sinkt die Wassertemperatur im Herbst unter 10 °C, so beißen die Karpfen kaum noch, weil sie sich schon Winterspeck angefressen haben. Im Winter fressen die Karpfen nur noch sporadisch.

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