ASV Ulmtal e.V. Greifenstein

        

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Aalköder
(Köder, NN)

Aus durch den Fleischwolf gedrehte Fischabfälle Kugeln formen, in der Mitte der Kugel einen Stein verstecken und die Kugeln einfrieren. Zum Anfüttern einfach die gefrorenen Fischkugeln ins Wasser werfen.

Durchgedrehte Fischabfälle, vermischt mit Paniermehl und Blutpulver ergeben ein gutes Anlockfutter für den Futterkorb.

Auf den Hakenschenkel eines Wurmhakens kommt eine Styroporkugel von ca. 1 cm Durchmesser. Darüber einen ganzen Tauwurm (nur einmal in der Mitte gehakt) oder ein ca. 3 cm langes Stück Tintenfisch anbringen. Die Styroporkugel mit Raubfisch-Lockstoff bestreichen. Ca. 5 cm hinter dem Haken kommt ein Klemmblei von etwa 3-5 Gramm auf die Schnur. So schwebt der Köder immer über dem Grund.

Für die Grundmontage einen Köderfisch von ca. 5-10 cm Länge mit einer Ködernadel so auf einen langschenkligen Butthaken ziehen, dass die Hakenspitze hinter den Kiemen austritt und das Hakenende am Schwanz. Dann eventuell noch eine Gummiperle über die Hakenspitze bis zum Hakenbogen ziehen, so liegt die Hakenspitze immer frei. Der Butthaken hat den Vorteil, dass meist noch ein Teil aus dem Maul des Aals herausschaut, so kann man den Haken leichter entfernen. Für die schwebende Posenmontage den Köderfisch so aufziehen, dass der Haken aus dem Maul schaut und die Schnur in Höhe der Rückenflosse austritt. Dadurch schwebt der Köderfisch waagerecht im Wasser.

Würmer, Leber und Leberkäse werden attraktiver für Aale, wenn man sie vor dem Auswerfen in das Öl aus der Sardinen- oder Lachsersatzdose tunkt. Krabben dagegen bietet man besser so an wie sie sind.

Andere Lockstoffe nie direkt auf den Köder geben, sie sind meist zu hoch konzentriert und verscheuchen die Aale. Bei der Verwendung von Lebertran oder Rosenöl sollte man diese aufs Blei auftragen oder man bindet etwas Watte auf die Hauptschnur und tränkt sie mit wenig Lockstoff. Wenn du geflochtenes Vorfach verwendest, kannst du dieses mit Lockstoff tränken.

Ziehe statt eines ganzen Tauwurms einen halben auf und zwar so, dass sich das Ende des Wurms auf dem Hakenschenkel befindet, die durchtrennte Stelle aber nur 1 cm frei hängt. Zieht man den Wurm umgekehrt auf, dann häufen sich die Fehlbisse, weil der Aal meist das "offene Ende" bevorzugt. Eine Bienenmade zusätzlich erhöht die Lockwirkung.

Man schneidet aus Köderfischen V-förmige Fetzen von etwa 4 cm Länge und 1-2 cm Breite. Am Fischfleisch soll sich noch Haut befinden, so hält der Fetzen besser am Haken. Diesen sticht man am breiten Ende des Fetzens von der Fleischseite zur Hautseite durch und etwa 1 cm darunter wieder von der Hautseite zur Fleischseite. So liegt die Hakenspitze auf der Fleischseite und ragt deshalb kaum vor.

Auch Streifen aus Rinderherz sind ein sehr guter Aalköder. Man kann ihre Fängigkeit noch steigern, indem man sie mit etwas Fischöl bestreicht. Auch Leberkäse kann man zum Aalfang verwenden.

Frischer Speck (kein geräucherter) soll bei kaltem Wasser ein Top-Köder sein.

Aale mögen keine alten und vergammelten Köder. Sobald bei Köderfischen die Leichenstarre eingetreten ist, lässt der Aal sie links liegen. Man sollte deshalb etwa alle 30 Minuten den Köder (auch den Wurm) wechseln.

Aale mögen keinen Nikotingeruch. Raucher sollten deshalb die Hände mit Sand oder Schlamm einreiben und dann abwaschen, bevor sie den Köder angreifen.

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